Als der deutsche Krankenpfleger Joseph Hubert Pilates zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Amerika auswanderte und dort seine Idee von einer ganzheitlichen Trainingsmethode entwickelte, ahnte er noch nicht, welche Fitnesswelle er in Gang setzen würde. Das nach ihm benannte Sport-Programm ist heute aus kaum einem Fitnessstudio mehr wegzudenken. „Pilates hat den großen Vorteil, dass bei den Übungen eine optimale Bewegungskontrolle erreicht wird“, erklärt Professor Ingo Froböse, Sportmediziner an der Deutschen Sporthochschule Köln. Das senkt das Verletzungsrisiko und verbessert die Koordination. Der Fokus liegt auf der Körpermitte. Die Atmung wird bewusst in jede Übung einbezogen.
Einen gesundheitlichen Nutzen von Pilates fand die Deutsche Sporthochschule Köln bei einer kleinen Studie heraus: Demnach konnte das Programm das körperliche und auch das psychische Befinden der Teilnehmerinnen deutlich verbessern – selbst wenn diese nur einmal pro Woche trainierten. Doch leicht ist Pilates nicht zu erlernen. Immerhin umfasst das Programm mehrere hundert Übungen. „Man sollte sich deshalb in die Hände eines vom Deutschen Pilatesverband anerkannten Trainers begeben“, rät Ingo Froböse.
Wer erst einmal hineinschnuppern möchte, kann das mit den hier gezeigten Übungen tun. Sie sind teilweise mit Yoga-Elementen verknüpft und für Einsteiger besonders geeignet. Achten Sie bei den Ausführungen auf ein gleichmäßiges und bewusstes Zusammenspiel von Atmung und Bewegung. Der Nacken und der Schulterbereich sollten stets entspannt, das Brustbein sollte aufgerichtet, die Wirbelsäule gerade sein.
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